Herzlich Willkommen bei Camp-Oven.de

Nützliche Informationen

Im Folgenden finden sie allerhand nützliche und teilweise wichtige Informationen über den Dutch Oven. Lernen Sie mehr über:

 

Die Geschichte der Dutch Oven

Was bedeutet Einbrennen?

Reinigungs- und Pflegehinweise 

Wie erreichen Sie immer die richtige Temperatur?

                                                                            Dutch-Oven

 

 

Die Geschichte der Dutch Oven

So richtig verbürgt ist die Geschichte der Dutch Oven nicht. Sicher ist nur, dass sie bei der Besiedlung des amerikanischen Westens eine herausragende Rolle spielten. Jeder Treck gen Westen hatte gusseisernes Kochgeschirr dabei. Besonders beliebt, weil unsagbar praktisch und vielseitig, waren die dreibeinigen Dutch Ovens mit dem hochgezogenen Rand am Deckel. In Ihnen wurde gekocht und gebacken. Eigentlich müssten diese gusseisernen Kochtöpfe "americam oven" heißen, denn in der Wildnis der jungen Nation hatten sie ihre weiteste Verbreitung. Die Affinität der Amerikaner zum Dutch Oven geht sogar soweit, dass er 1997 im Staat Utah per Gesetz zum "state cooking pot of Utah" ernannt wurde!


Sicher ist, dass diese Töpfe einen unschätzbaren Wert für die Siedler hatten. Da sie extrem lange haltbar sind, wurden Sie natürlich auch vererbt. Die dutch oven wurden daher in so manchem Testament erwähnt. Die Legende will es, dass auch die Mutter von George Washington präzise Anweisungen bezüglich der Aufteilung ihrer cast iron cookware an die Nachwelt hinterlassen hat!


Warum diese Töpfe jedoch dutch oven genannt wurden und werden, wird wohl nie hundertprozentig geklärt werden können. Fragt man drei Experten zu diesem Thema erhält man vier Antworten:

 

- Im frühen 18 Jhdt. hat ein Engländer (Abraham Darby) in Holland ein für ihn neuartiges Gießereiverfahren kennengelernt. Zurück in England, verfeinerte er es und produzierte fortan Kochtöpfe nach der "holländischen Methode"

- Eigentlich hießen diese Töpfe im Wilden Westen "Deutsch Oven", doch aufgrund der phonetischen Ähnlichkeit zwischen "deutsch" und "dutch" haben die mundfaulen Amis das E und das S gestrichen.
- Es waren holländische Händler die diese Töpfe verkauft haben.
- Pilger in Pennsylvania haben diese Töpfe aus Ihrer Heimat (Holland!) in die USA eingeführt und sie nach Ihrer alten Heimat benannt.

Ich denke, jeder darf sich die Version heraussuchen, die ihm am besten gefällt!

 

nach oben

 

 

Was bedeutet Einbrennen?

Beim ersten Mal, da tut's noch weh....

Ein benutzter CAMP-OVEN bekommt mit der Zeit eine wunderbare schwarze Patina. Allerdings müssen Sie einige Hinweise beachten und vor der ersten Benutzung Ihren Topf "einbrennen".

Darunter versteht man quasi die "erste Ölung" und das Einbrennen des Öls. Wie das genau funktioniert steht in der Anleitung die wir jedem CAMP-OVEN beilegen.
Letztlich sind es aber nur vier kleine Schritte und einige Minuten Arbeit zu einem perfekt formatierten CAMP-OVEN. Wenn Sie dann noch unsere Pflegeanleitung befolgen, dann werden Sie sicherlich viele Jahre freude an Ihrem CAMP-OVEN haben! 

Als erstes muss der neue CAMP-OVEN gereinigt werden. Benutzen Sie dazu lauwarmes Wasser und eine wirklich nur sehr kleine Menge Geschirrspülmittel (nicht mehr als einen Tropfen!). Das Spülmittel löst etwaige Produktionsrückstände und die Schutzschicht aus Wachs. 
WICHTIG: Dies sollte das erste und letzte Mal sein, dass Sie jemals ein Reinigungsmittel für Ihren CAMP-OVEN verwenden, denn die Tenside darin entfetten den Topf. Die schwarze Schutzschicht auf gusseisernem Kochgeschirr besteht jedoch nur aus Fett. Sie verhindert zum einen das Anbrennen von Speisen und zum anderen das Rosten des Gusseisens. Wenn Ihnen Ihr CAMP-OVEN am Herzen liegt, dann bitte nie nie wieder Spülmittel ins Waschwasser, denn sonst wäre innerhalb kürzester Zeit die Patina wieder entfernt.

 

-

Mit mildem Waschmittel in lauwarmen Wasser mit einer Spülbürste reinigen und abspülen. Anschließend den CAMP-OVEN mit einem Küchenhandtuch abtrocknen. Dann den CAMP-OVEN auf den Füßen auf das mittlere Blech des Backofens stellen und den Deckel seitlich an den Top gelehnt daneben legen. Den Backofen einschalten und auf die kleinste Stufe stellen, die Tür nicht schließen, sonder leicht geöffnet lassen. Den CAMP-OVEN etwa 15 Minuten im Backofen trocknen. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Den Backofen zwischenzeitlich auf 220°C aufheizen (wenn Ihr Ofen mehr schafft, dürfen es auch gerne 250°C sein)

-

Den nun trockenen CAMP-OVEN vollständig mit Speiseöl einreiben und (ganz wichtig!) alles überschüssige Öl wieder abreiben.

-

Den CAMP-OVEN über Kopf auf das Backblech stellen und den Deckel, mit dem Griff nach oben, auf den drei Beinen des CAMP-OVENs ablegen.

-

Jetzt für etwa 1h im Backofen durchheizen. Durch die Hitze weiten sich die Poren des Gusseisens und das Öl wird dünnflüssig. Daduch tritt das Öl in die Poren des CAMP-OVEN ein und schützt ihn so dauerhaft.

 

nach oben


Reinigungs- und Pflegehinweise



 

Wenn Sie die folgenden goldenen Regeln beherzigen, werden Sie ein Leben lang Freude an Ihrem CAMP-OVEN haben:

1) Niemals (nie nie!) Seife oder Spüli zum Reinigen verwenden! (Auch, wenn es Ihnen anfangs schwer fallen mag) Dies hat zwei wesentliche Gründe:
a) Die Poren des Gusseisens würden beim Abwaschen die Seifenstoffe aufnehmen und später, beim nächsten Kochen, wieder an die Speisen abgegeben. Das Essen bekäme einen seifigen Beigeschmack.
b) Die Tenside würden in Nullkommanichts die schwarze Patina des Einbrennens ruinieren. Diese Patina ist ein Qualitätskriterium! Sie verhindert zum einen den Rostansatz, zum anderen setzt diese Fettschicht die Poren zu, was ein Anbrennen der Speisen wirkungsvoller verhindert als es z.B. eine Teflonbeschichtung vermag.

2) Keinesfalls kaltes Wasser in einen heißen CAMP-OVEN gießen! Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, dass er durch diese Abschreckung reißt und somit unbrauchbar wird. Es könnte aber auch passieren, dass der CAMP-OVEN sich ungleichmäßig abkühlt, sich dabei verzieht und der Deckel nicht mehr dicht schließt.

3) Lassen Sie kein Wasser im CAMP OVEN stehen! Er würde - trotz Einbrennpatina- zu rosten beginnen!

4) Ein CAMP OVEN sollte keinesfalls ohne Inhalt auf glühende Kohlen bzw. ins Feuer gestellt werde, da dies sehr schnell zum Verglühen führen kann.


Sollten Sie noch weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein Email, gerne helfen wir Ihnen weiter!

 

nach oben

 

Wie erreichen Sie immer die richtige Temperatur 



 

Gusseisen hat die angenehme Eigenschaft die Hitze langsam aufzunehmen, zu speichern und gleichmäßig an das Kochgut abzugeben. Ein häufiger "Anfängerfehler" ist es, zu ungeduldig zu sein und dann mehr Glut zu verwenden als es gut ist. Gusseisen braucht nun mal seine Zeit um auf Temperatur zu kommen. Dafür hält es anschließend die Hitze sehr lange und braucht nur noch ein wenig "nachgeheizt" zu werden.
Wie viel Glut und Hitze man zum Gelingen der Speisen benötigt, hat man nach ein paar Benutzungen heraus. Um den Einstieg ein wenig zu erleichtern raten wir "Camp - Oven - Neulingen" Holzkohlebriketts (Grillies...) zu verwenden. Das hat den Vorteil, dass die Resultate wiederholbar sind, da die Energieabgabe immer gleich ist. Für eine Temperatur von 180°C gilt folgende Faustformel:

Anzahl Grillies = Durchmesser des Topfes (in Zoll) x 2

Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung legen Sie bitte immer mehr Kohlen auf den Deckel als unter den CAMP OVEN! Folgende Tabelle gibt Aufschluss über die zu verwendende Anzahl Grillies und deren Platzierung:



 

Temperatur  8"    10"    12"    
  Boden  Deckel  Boden  Deckel  Boden  Deckel 
160° C  10  12 
170° C  11  13 
180° C   6   10   8   12   10   14  
190° C  11  13  11  15 
200° C  12  10  14  12  16 

nach oben